Midirock – und was dazu?

*Werbung wegen Namensnennung und Verlinkung*

Midirock – und was dazu?

Vielen Dank für Eure Rückmeldungen auf meinen letzten Beitrag! Ich hab mich sehr gefreut, dass er so gut angekommen ist. Auf meine Frage, über was für Themen Ihr gerne lesen würdet, habe ich so einiges zurückbekommen – auch dafür ein dickes Danke! Ich werde die Themen jetzt nach und nach abarbeiten und das erste Thema ist der Midirock!

Wie bei allen Betrachtungen, gilt auch hier die Devise:

Achte auf Deine Proportionen!

Dieser Grundsatz gilt für fast alle Bereiche – die Proportion ist einer der wichtigsten Grundsätze. Je ausgeglichener die Proportion, desto gut :-)

Der zweite wichtige Grundsatz lautet:

Unterbrich Deine Figur möglichst an einer Stelle, die schmal ist. Vermeide Umbrüche an den breitesten Stellen.

Was bedeutet das nun? Wenn Ihr Eure Figur gut proportioniert in Szene setzen wollt, dann ist die einfachste Regel:

Unterteile Deine Körpergröße in drei einigermaßen gleich große Anteile.

Wenn Ihr an der Schulter anfangt und die Strecke bis ca. zur Hüfthöhe als ersten Teil nehmt, dann ist die Strecke von der Hüfthöhe bis rund um das Knie der zweite Teil und die Strecke vom Knie bis zum Fuß der dritte Teil. Wer von Natur aus sehr ausgeglichene Proportionen hat, ist damit eigentlich schon gut beraten.

Wer aber z.B. eher kurze Beine hat, für den passt die Teilung nicht mehr so einfach, da die erste Strecke viel länger sein wird, als die zweite und dritte Strecke über die Beine. Um die Proportion nun auszugleichen, solltest Du optisch Deine Beine verlängern. Das wiederum bedeutet, dass Du Deine Beine möglichst nicht so oft unterteilen solltest.

Das heißt für Frauen mit kürzeren Beinen: Der Midirock ist nicht unbedingt die beste Länge für Dich. Viel besser sind etwas kürzere Varianten, die knapp über das Knie fallen.

Wenn wir jetzt noch die Stilregel dazu nehmen, die Figur nicht an den breitesten Stellen zu unterbrechen, ist der Midirock eigentlich für fast keine Frau ein optimales Kleidungsstück.

Jetzt kommt das positive ABER! Denn meine Lieblingsstilregel heißt:

EINEN Stiltod musst/darfst Du auf dem Modealtar sterben.

Hier liegt natürlich die Betonung auf EINEM, also versuchen wir doch die ungünstige Länge so auszugleichen, dass der Gesamteindruck wieder top ist!

Das gilt für alle Frauen, aber eben besonders für die Frauen unter Euch, mit den etwas kürzeren Beinen.

  • Wähle den Midirock in einer Länge, die nicht direkt auf der breitesten Stelle der Wade endet (besonders, wenn Du stärkere Waden hast). Ich nehme sie gern ein bisschen größer, so dass sie etwas länger sind. Alternativ geht aber auch eine etwas kürzere Länge, die knapp oberhalb der Wade endet und die komplette Rundung der Wade sehen lässt.
  • Wählst Du Oberteil und Rock in einer Farbe, streckst Du die gesamte Proportion, das gilt natürlich auch für Schuhe aus dem gleichen Farbspiel.
  • Schuhe mit einem kleinen Absatz strecken ebenfalls das Bein in die Länge.
  • Auch ein kürzeres Oberteil streckt die Beinlänge. Achtung! Hier solltest Du unbedingt auf die Proportion im Oberkörper achten. Das ist ein anderen Thema aus dem Bereich Proportion und darüber habe ich hier unter anderem schon einmal geschrieben

Wer sehr groß ist und schmale Waden hat, für den ist der Midirock etwas einfacher zu kombinieren.

Das Ganze ist gar nicht kompliziert, auch wenn es vielleicht erst einmal so aussieht. Nur Mut!

Mein Tipp: Setzt Euch anhand eines Outfits mit Midirock einmal mit dem Thema Proportionen auseinander und probiert verschiedenste Oberteile dazu an. Lange, kurze, weite, enge Oberteile, Jacken, mit und ohne Gürtel etc. Wenn Ihr das einmal für Euch gemacht habt, wisst Ihr welche Proportionen an Euch am besten aussehen und es ist für jedes weitere Outfit in Midilänge kein Problem mehr.

Jetzt zeige ich euch ein paar Beispiele aus meinem Instaaccount, damit Ihr in der Umsetzung seht, worum es geht.

Hier seht Ihr vier Beispiele, in denen das Oberteil eher schmal und kurz ist. Bis auf das Beispiel mit dem Ringelshirt, trage ich die Oberteile Ton-in-Ton zum Rock, damit ich mehr “Länge” bekomme. Auch das Ringelshirt ist in seiner Grundfarbe passend zum Rock – hier gibt der kleine Mustermix aus Streifen und Blumen einen Kick und zieht den Blick zum Gesicht – einfach weil hier am meisten los ist.

Auf den nächsten vier Bildern trage ich eher weite Oberteile. Auf drei der Bilder könnt Ihr sehen, dass ich die Taille mit einem Gürtel/oder einer Gürteltasche betont habe. Das ist wichtig, sonst trägt die Weite zu sehr auf und Ihr sterbt den zweiten Stiltod gleich hinterher. Auf dem vierten Bild trage ich das weitere Oberteil so in den Bund gesteckt, dass die Weite des Oberteils nicht sonderlich auffällt. Hier helfen zum einen die dicke Kette bei der Streckung und zum anderen die langen Falten des Rocks – vertikale Linien strecken!

Und jetzt geht es an die Jacken! Wie Ihr seht, trage ich auf allen Bildern kurze Jacken, denn sie sorgen für eine gute Abgrenzung der ersten Strecke – Ihr erinnert Euch? Ich meine die Strecke von der Schulter zur Hüfte.

Je nach Styling passen kurze Blazer, Lederjacken, Bomberjacken oder Strickjacken darüber. Hauptsache die Jacke ist nicht zu weit. Die angesagten Oversized Schnitte der Blazer z.B. sind nur etwas für wirklich sehr schlanke und große Frauen zum Midirock. Wie die funktionieren können, auch wenn Du nicht mit einer Länge von 1,80 Meter und einer Größe 36 gesegnet bist, ist wieder ein ganz eigenes Thema.

Mit diesem letzten Bild möchte ich Euch Mut machen, auch mal einen langen Mantel zum Midirock zu tragen. Allerdings sollten Rock und Mantel ungefähr die gleiche Länge haben und Ihr solltet eine innere durchgängige Farblinie schaffen. Das ist wichtig für die Streckung, denn ein langer Mantel macht auch nicht von alleine größer.

Falls Ihr es vergessen habt: die innere Farblinie habt Ihr dann, wenn Ihr Rock und Oberteil in der gleichen Farbe wählt. So tragt Ihr als streckende Linien nicht nur die offenen Kanten des Mantels, sondern auch die innere Farblinie des monochromen Looks.

Der Mantel ist hier übrigens ein offen getragenes Hemdblusenkleid.

Eins habe ich fast vergessen: Im Herbst und Winter, wenn Ihr Stiefel zu den Miniröcken tragt und diese am besten auch noch in der gleichen Farbe wählt, dann ist die Länge des Rocks nicht mehr so entscheidend, da der Stiefel die Wade verdeckt und die gleiche Farbwahl von Stiefel und Rock keine nennenswerte Unterbrechung zeichnet.

Ich hoffe, ich habe Euch nicht zu viel Theorie zugemutet. Aber wenn Ihr versteht WARUM die Dinge so sind ist es viel einfacher sie richtig zu machen. Und seid sicher, es geht in Fleisch und Blut über, wenn man sich einmal ausführlich damit beschäftigt hat.

Ganz lieben Dank für den Themenwunsch! Das ist heute nämlich der erste Teil Eurer Themenliste.

Ich hoffe, der Post hat Euch gefallen und Ihr habt die ein oder andere Erkenntnis gewinnen können.

Unten habe ich Euch noch ein paar Affiliate Links eingesetzt und Vorschläge für einen Look mit Midirock heraus gesucht.

Genießt den Sonntag und bleibt gesund!

Herzliches

Susanne Niermann Women2Style

 

Affiliate-Links:

2 Replies to “Midirock – und was dazu?”

  1. Aileen says: 11. Juni 2020 at 10:28

    Ich bin gerade ganz begeistert von deiner Seite, sowohl auf Instagram als auch hier von deinem Blog. Wirklich toller Beitrag, ich liebe die Midi-Länge!

    Liebe Grüße,
    Aileen

    1. Susanne Niermann says: 11. Juni 2020 at 10:57

      Lieben dank Aileen,
      das freut mich riesig! Habs bei Insta gerade schon gesehen.:-)
      Hab einen schönen Donnerstag
      Liebe Grüße
      Susanne

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

You may use these <abbr title="HyperText Markup Language">html</abbr> tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*