Über Umbrien und die Toskana in die Schweiz

Perugia, Siena, Florenz und ein kurzes Schwärmen für Como

Der letzte Teil der Italienreise hat uns über Perugia in die Toskana geführt. Perugia, die Hauptstadt Umbriens, ist eine lebhafte und recht junge Stadt. Durch die vielen Studenten gibt es eine sehenswerte Kneipenkultur. Die mittelalterliche Stadt mit ihren verwinkelten Gassen, schmalen Treppen, Brunnen, und Rundbögen liegt auf einem sanften Hügel in einer bergigen Landschaft. Man hat einen wunderbarem Blick über die Bergkette der Apenninen. Durch das antike Stadttor kommend, solltet Ihr Euch die quasi unterirdischen Gewölbe unbedingt ansehen. Eine Essensempfehlung ist die Trattoria “Al Mangiar Bene” auf der Via della Luna 21. Hier sitzt man unter Gewölben und isst ganz hervorragend Nudeln oder abends auch eine tolle Pizza. Für abends solltet Ihr unbedingt reservieren, mittags haben wir ohne Probleme einen Platz bekommen.

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Von Perugia aus sind wir durch die sanfte Hügellandschaft der Toskana eine Schleife durch das Chiantigebiet gefahren. Um nur einige Stationen zu nennen: Gaiole in Chianti, Radda in Chianti, Greve in Chianti, Castellina in Chianti… die Straßen sind schmal und winden sich durch eine absolut bezaubernde Kulisse. Ein bekannter Ort der Gegend ist San Gimignano. Wie eine Festung aus dem Mittelalter, ganz wunderbar restauriert. Leider ist der Ort eine Touristenattraktion und besteht hauptsächlich aus Souvenirgeschäften. Da wir in den Marken schon sehr viel ursprünglichere, mittelalterlich anmutende Orte gesehen haben, haben wir uns nicht lange aufgehalten.

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Lasst Euch trotz der vielen Kalorien nicht das typisch italienische Frühstück auf dem Marktplatz im Schatten der Kirche entgehen. Morgens trinkt der Italiener seinen Capuccino und genießt eine der süßen typischen Köstlichkeiten dazu. Schmeckt herrlich!

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Die Taverna dell’ Ozio in Corrazzano, Via Zara 85 ist, wenn man in der Gegend ist, einen Besuch wert . Mitten im Nirgendwo, ist sie eine von Italienern sehr bevorzugte Trattoria. Ohne einen Tisch zu reservieren, hat man auch in der Woche keine Chance auf einen Tisch.

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Wer in der Toskana unterwegs ist, muss natürlich auch nach Siena. Im Herzen der Toskana gelegen, hat Siena es geschafft, ihr mittelalterliches Aussehen und seine ganz besondere Atmospäre zu erhalten. Die weltberümte Piazza del Campo ist auch heute noch zauberhaft, ebenso wie die vielen verwinkelten Gassen. Hier muss man sich zu jeder Jahreszeit, wie in Florenz auch, auf viele Touristen aus der ganzen Welt einstellen. Einen Restaurantipp für Euch, ist die Osteria ” Le Logge . Sie ist etwas teurer, aber setzt die eher kräftige toskanische Küche auf leichte und feine Weise um.

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Auch Florenz ist ein unbedingter Pflichtpunkt auf der Reise durch die Toskana. Wir haben nur eine 24 stündige Stippvisite gemacht und viel Atmospäre auf uns wirken lassen. Die Vielfalt hier ist einfach so groß, dass Du bei jedem Besuch etwas Neues bestaunen kannst. So haben wir uns nicht in die langen Warteschlangen vor den Museen eingereiht, sondern haben kreuz und quer zu Fuß die Stadt erkundet.

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In dem sehr schönen  Altstadtviertel am Palazzo Pittie sind wir einem Tipp in die Trattoria “La casalinga” gefolgt und haben es geschafft einen Tisch zu ergattern, da wir relativ frühzeitig unterwegs waren. Besser man reserviert vorab, dann muss man sich nicht in die Warteschlange vor dem Eingang einreihen. Die Hotelvielfalt ist enorm, für uns war es wichtig, zu Fuß laufen zu können und eine Unterkunft zu finden, die über einen eigenen Parkplatz verfügt. Das Auto einfach irgendwo zu parken empfiehlt sich in dieser Stadt voller Menschen nicht unbedingt. Über die App “hotel tonight” sind wir auf das kleine Hotel Astro Mediceo auf der Via Fra Bartolomeo 56 gestossen und haben uns hier sehr wohl gefühlt. In 20 Minuten waren wir zu Fuß am Dom, die Betten und das Frühstück sind super.

24 Stunden sind schnell um, am nächsten Morgen ging es weiter nach Como. Hierzu sei gesagt, dass Como auch einen längeren Besuch, als eine Nacht, wert ist. Die Lage am Comer See ist traumhaft, die Stadt ist überschaubar, hat eine Menge schöne Geschäfte und tolle Restaurants. Bei einem Bummel durch die kleinen Gassen entdeckt man gegen Abend ganz viele liebevolle, hippe oder traditionelle Restaurants und Trattorien, was immer das Herz gerade begehrt. Hier wird es, wohl durch die Nähe zur Schweiz, allerdings deutlich teurer.

Das war es aus Italien. Ich freue mich, wenn Ihr eine Anregung bekommen habt oder vielleicht den ein oder anderen Tipp ausprobiert. Lasst mich dann wissen, wie es Euch gefallen hat.

 

 

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