Bella Italia

Eine wunderbare Italienreise liegt hinter uns.

Da es so wunderschön war, möchte ich unbedingt einige Sachen mit Euch teilen. Vielleicht inspiriert Euch ja der ein oder andere Tipp oder bereichert Eure Route. 14 Tage, über 2.000 Kilometer und ungefähr 10 verschiedene Betten später, bin ich Italien hoffnungslos verfallen. Wir habe kleine und große Städte gesehen, wahnsinnig gut und preiswert gegessen und getrunken und wunderbare Italiener getroffen. So eine überwiegende Städtereise ist natürlich nicht so entspannend wie den ganzen Tag am Strand zu liegen, aber ungleich spannender.

Vorab schon einmal zwei Tipps:

Wir haben uns das Buch Osterie d’Italia zugelegt. Darin findet Ihr aufgeteilt nach allen Regionen Italiens kleine Osterien oder Trattorien mit fantastischem regionentypischem Essen zu wirklich fairen Preisen. Wir haben fast nur nach diesen Tipps gegessen und sind nie enttäuscht worden – das Essen war immer absolut lecker.

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Und Tipp 2: Nehmt unbedingt ein italienisches Wörtebuch mit, wenn Ihr diese wunderbare Sprache nicht sprecht und wissen wollt, was Ihr bestellt. Oft gibt es die Karte nämlich nur in der Heimatsprache, wenn man Glück hat auch mal auf englisch. Aber was viel wichtiger ist, wenn die Italiener sehen, dass Du Dich bemühst Ihre Sprache zu sprechen, freuen Sie sich ungemein und das spiegelt sich natürlich auch zurück. Und ganz ehrlich, es reichen schon ein ganz paar Worte.

Um bei dem häufigen Bettenwechsel die Kosten einigermaßen im Griff zu halten und auch um es “italienisch” zu haben, haben wir uns auf Air BnB,  Bead & Breakfast oder nette Pensionen fokussiert. Gebucht hatten wir vorab nur die erste Nacht in Trient und die beiden folgenden Nächte in Verona, alles andere haben wir über booking. com oder auch mal Trip advisor von unterwegs und spontan gebucht. In Florenz haben wir die Plattform Hotel tonight super erfolgreich ausprobiert.

Wir hatten, weil das in verschiedenen Foren immer wieder zur Sprache kam, überhaupt kein Problem mit dem Auto. Weder hat es einen Kratzer mehr, noch wurde das Auto aufgebrochen oder ähnliches. In den kleineren Dörfern ist das sicher eh nicht das große Problem. Wir haben allerdings auch nur dort geparkt wo es möglich war (weisse Linien,  blaue Linien mit Parkticket, gelbe Linien signalisieren ein Parkverbot). An die Vorgaben sollte man sich halten, auch wenn der italienische Nachbar im gelben Bereich steht, nicht nachmachen, das wird teuer und im Zweifel kennt er die heimische polizia besser. In den größeren und touristischeren Städten empfiehlt es sich in ein Parkhaus zu fahren und das Auto nicht nicht einfach irgendwo abzustellen.

Unsere Route hat uns von Südtirol durch die Marken bis zur Riviera di Cónero und zurück über Umrien durch die Toskana und die Schweiz geführt.

Ich werde mehrere Posts daraus für Euch machen, damit es nicht zu textlastig wird und niemand mehr Lust hat zu lesen. Deshalb beginne ich hier mit Südtirol und zwar mit Trient und schließe Verona an.

Trient…

Suedtirol

… ist eine hübsche kleine Stadt, nur einen Katzensprung von Bozen entfernt und rundum von den südtiroler Bergen umgeben. Wir waren an einem Donnerstag dort und konnten den Markt besuchen, der sich in der ganzen Stadt ausbreitet. Hier kann man wirklich auch schöne Dinge zu günstigen Preisen erstehen. Es gibt nicht nur den sonst üblichen Ramsch – versprochen.

In Trient zu erwähnen ist unbedingt die Osteria il capello. Das Essen war so lecker, dass wir gleich zweimal da waren.

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Sie haben dort die allerbesten Spaghettie Vongole, die ich je gegessen habe. Ein sanftes verschmelzen der Aromen aus (den bereits ausgelösten) kleinen Muscheln, Petersilie, Öl, Knobi, etwas Peperoni und Petersilie – absolut fantastisch. Um die für die Region typischen kleinen canederli zu probieren, sind wir noch einmal dort gewesen, und… was soll ich sagen, es war jede Minute wert-absolut köstlich.

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Wunderbare Weine zu erschwinglichen Preisen gibt es ebenfalls. Eine echte und sehr positive Überraschung war für mich der heimische Chardonnay. Ich bin eigentlich nicht so unbedingt ein Chardonnay Fan, aber diese sind ganz anders, als ich Sie sonst kenne. Sehr leicht und fein und ist auf jeden Fall einen Trinkversuch wert.

Der Weg ist das Ziel, galt für die ganze Reise, aber dieses Stückchen Weg war einfach traumhaft. Von Trient säumen die südtiroler Berge den Weg Richtung Verona. Wir haben uns dafür entschieden den längeren Weg entlang des Gardasees zu nehmen. Man hat einen fantastischen Blick auf den See, wenn man die Bergstarße hinunter kommt.

Gardasee

Verona …

… gehört ab sofort mit zu den einigermaßen gut erreichbaren Lieblingsstädten. Wir haben mitten in der Altstadt, direkt am Adige gewohnt, sodass wir alles super zu Fuß erledigen konnten. In 5 Minuten waren wir an der Arena und damit quasi im Zentrum des veronesischen Lebens. Die Unterkunft ist auf jeden Fall einen Tipp wert:

Gebucht über Air BnB , die Gastgeberin heißt Michela Sartori und es ist ein Appartment für 2 auf der Via Filippini. So müsstet Ihr es auf der Plattform eigentlich finden können.

Air BnB Verona 

Wir haben uns für die gesamte Reise entschieden, keinen Besichtigungsmarathon zu machen, sondern uns lieber entschleunigt treiben zu lassen. So auch hier, obwohl es sicher viele lohnenswerte Museen zu sehen gibt. Dafür müssen wir einfach noch mal wieder kommen. Eine Stadtrundfahrt mit einem der offenen Busse empfiehlt sich für den Überblick und einen wunderbaren Draufblick auf jeden Fall zu machen.

Blick auf Verona

Das einzige touristische Highlight, was ich unbedingt sehen wollte war Julia’s Balkon… ja ja die ‘Briefe an Julia’ genau. Aber wie immer ist die Wirklichkeit von der Romatik unüberschaubar weit weg. Voll wie zum Feierabend in der U-bahn, haben wir gerade den (immer bevölkerten) Balkon gesehen und den Kopf der eng umlagerten Statue der Julia…

Julias Balkon Verona Julia Verona

Ein wirklich schönes und auch romantisches Erlebnis war dafür der Besuch der Arena. Gebucht hatte ich die Karten vorab schon über’s Internet. Wenn man nicht zur absoluten touristischen Hochzeit fährt, sind die Karten vor Ort aber deutlich günstiger zu erstehen. Gegeben wurde der Barbier von Sevilla, das Stück selber war jetzt nicht so mein Highlight, die Stimmen der Protagonisten aber schon. Ganz besonders ist die Athmosphäre in den oberen Rängen auf den Steinstufen. Wir haben eine Flasche Rotwein, etwas Baguette, Käse und Schinken mitgenommen (Sitzkissen nicht vergessen) und wunderbar gepicknickt und Leute beobachtet. Da man keine nummerierten Plätze hat, empfiehlt es sich mindestens eine Stunde vorher da zu sein, so gibt es auch genug Zeit für Wein und Co. An den Eingängen stehen Körbe mit kleinen Kerzen zum mitnehmen. Zu Beginn, wenn das Licht gelöscht wird, werden die Kerzen angezündet und man sitzt zwischen hunderten von kleinen Flammen. Außerdem hat, für die Romantik schlechthin, über allem ein großer runder Vollmond gestanden.

Mittags haben wir uns in einer kleinen Nebengasse ein einfaches und nettes Lokal ausgesucht, leider weiß ich den Namen nicht mehr, aber geht abseits der großen bevölkerten Straßen und sucht Euch etwas kleines nettes aus – das Essen ist garantiert lecker. Was ich unbedingt mal versuchen würde, ist ein Vin santo mit biscotti als Dessert.

Ein Tipp für eine Osteria habe ich aber doch noch. Wir waren am ersten Abend in der Osteria Mondo D’oro und es war, wie immer auf der Reise, richtig lecker. Ich würde die Küche als regional und bodenständig mit Überraschungen bezeichnen. Geschmortes Landhuhn mit Blaubeeren, Bohnencremesuppe mit Garnelen und Dill oder ein herrliches Amarone Risotto – absolut lecker.

Ach ja und zum shoppen ist Verona auch der Hammer. Schuhe, Schuhe, Schuhe, ein Eldorado! Aber auch, wie überall in Italien, Leder natürlich. Ansonsten gibt es ein schönes Geschäft neben dem anderen. Demnächst gibt es dazu einen Schuhpost im Outfitbereich.

Soviel als Auftakt, nächste Woche geht es weiter mit den Marken. Wer es nicht weiß, dass ist quasi die Wade des Stiefels.

Habt Ihr schöne Ergänzungen oder habt etwas ausprobiert freue ich mich über einen Kommentar. Ich bin natürlich gespannt, ob es Euch auch gefallen hat, oder ob Euch der ein oder andere Tipp vielleicht inspiriert hat.

 

 

 

 

 

 

 

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