Warum nicht doch mal Schwarz tragen?

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Warum nicht doch mal Schwarz tragen?

Ist es wirklich so, dass nur der klassische “Wintertyp” gut “Schwarz” tragen kann? Was mache ich, wenn ich aber gern mal zu “Schwarz” greife? Als Sommertyp und Typberaterin ein NoGo? Oder gibt es doch Tipps zu “Schwarz”?

Am Anfang meiner Beratungszeit habe ich alles was Schwarz war, komplett aus meiner Garderobe verbannt. Ich kannte ja jetzt eine ganze Menge Farben, die von nun an meinen Kleiderschrank ergänzen sollten. Ich hab mich und auch viele meiner Kundinnen davon zu überzeugen versucht, die Finger von Schwarz zu lassen.

Was macht Schwarz mit uns?

  • Es wirkt hart, denn es findet keine Lichtbrechung mehr statt.
  • Wir sehen nicht jünger aus, denn es vertieft optisch die Schatten (soll heißen Falten) im Gesicht.
  • Wir wirken eher streng und distanziert.
  • Der hohe Kontrast kann uns “überstrahlen”.

Das alles sind erst einmal ganz gute Argumente, auf Schwarz vielleicht doch besser zu verzichten. Aber was ist mit dem oft gesprochenen Satz: “Schwarz macht schlank”? Matt und Dunkel tritt zurück, deshalb macht es, wird es an den entsprechenden Körperstellen eingesetzt, tatsächlich schlank. Das machen Schwarzmarine, Dunkelgrau oder Espressobraun aber auch und die wirken nicht so hart, wie Schwarz.

Übrigens lässt immer die dunkelste Farbe des Outfits, die  Proportion zurücktreten. Das kann in einem weißen/hellgrauen Outfit also durchaus auch ein helles Grau sein, welches die Aufgabe übernimmt. Achtet also darauf, an welche Stelle Ihr die dunkelste Farbe Eures Outfits hin setzt (nicht nur bei Schwarz).

Wer groß und eher sehr gut proportioniert ist und sich von Kopf bis Fuß in Schwarz hüllt, wirkt wirklich nicht schlank, sondern eher sehr mächtig. Man muss also den Satz: Schwarz macht schlank, unbedingt etwas differenzieren.

Schwarz als Kombinationspartner

Schwarz fährt den Kontrastwert hoch. Kombiniert Ihr es mit Weiß, habt Ihr den höchsten Hell/Dunkel Kontrast den man machen kann. Wenn Ihr aber in Eurem Gesicht keine hohen Kontraste vorweisen könnt, “überstrahlt” Euch der Kontrast und lässt Euer Gesicht verblassen. Hohe Kontraste hat, wer sehr dunkles Haar, helle Haut, dunkle Augenbrauen und oft auch leuchtende Augen hat. Dann hält der eigene Kontrastwert dem hohen Kontrastwert der Kleidung stand und das Gesicht strahlt weiterhin.

Achtung ist auch bei der Kombination mit kräftigeren Farben geboten, denn Schwarz bringt eine schon kräftige Farbe noch mehr zum Leuchten. Auch damit sind viele Gesichter überstrahlt. Dann strahlt zwar die Farbe (an der Seite von Schwarz), aber nicht mehr Euer Gesicht – das verblasst. Der Tipp, einfach ein Tuch oder eine Bluse in einem kräftigen Farbton dazu zu tragen, um das Schwarz aufzubrechen, ist also nicht immer empfehlenswert.

Was tun, um trotzdem in Schwarz gut auszusehen?

Jetzt wisst Ihr schon, dass ein starker hell/dunkel Kontrast genauso wenig gut ist, wie ein Kontrast mit starken Farben, da beide Kombinationen die Härte von Schwarz noch unterstreichen. Wenn Ihr keinen eigenen starken Kontrast mitbringt, meidet diese Art der Kombinationen besser.

Ihr  könnt z.B. Euren eigenen Kontrast etwas hochfahren, dann kann der Kontrast in der Kleidung ebenfalls etwas stärker  ausfallen:

  • Strähnen in “Salz -und Pfefferoptik” einsetzen.
  • Augenbrauen verdichten.
  • Eine Brille mit etwas dunklerem Rahmen wählen.
  • Mit einem Make-Up mehr “Klarheit” ins Gesicht bringen.
  • Etwas kräftigeren Lippenstift nutzen.

Probiert es einmal aus, setzt Euch eine dunklere Brille auf die Nase, tragt etwas Lippenstift auf und schaut, wie schön jetzt ein Mehr an Kontrast in der Kleidung aussieht.

Oder Ihr mildert die harte Aussage des Schwarz und macht es für Euch tragbarer:

  • Wählt eher weiche, fallende Stoffe oder weichen Strick.
  • Entscheidet Euch für einen lässigeren, oder wenn es zu Euch passt, etwas feminineren (verspielteren) Schnitt (Schluppe z.B.).
  • Meidet den strengen Hemdblusenkragen.
  • Tragt Schwarz in einem Muster – das senkt den Kontrastwert (selbst in einem schwarz/weiß Muster).
  • Fahrt den Farbkontrast herunter und wählt zum Schwarz eher einen schönen grauen oder jeansblauen Ton oder einen anderen matten (nicht zu hellen)Ton aus Eurem Farbbereich.

Gehört Ihr zu den eher warmen Farbtypen, setzt das Schwarz einfach etwas weiter entfernt vom Gesicht ein –  als Hose oder Rock. Alternativ oder zusätzlich (als Farbklammer), lasst das Schwarz als Accessoire – oder Akzentfarbe einfließen. Probiert Euch auch an Schuhen, Taschen, Gürteln oder Schmuck mit schwarzen Akzenten.

Hier habe ich Euch einen schwarzen Gürtel und eine schwarze Tasche verlinkt.

Ich habe (als matter Sommertyp) Schwarz für mich also wieder aufgenommen und das mit offenen Armen, denn wenn ich die o.g. Punkte beachte, fühle ich mich darin wieder sehr wohl. Besonders, wenn es um den coolen Streetstyle geht, dazu habe ich Euch hier einen letzten Post verlinkt.

Auch im Business ist es natürlich, wenn ich zum Beispiel ein Seminar leite (vor allem wenn der männliche Anteil höher ist), gut eingesetzt, um mehr Präsenz herüber zu bringen und direkt klar zu machen, wer jetzt in den nächsten Stunden das Sagen hat :-).

Ich zeige Euch noch ein paar Beispiele meiner Umsetzung – vielleicht inspiriert Euch das ja zu eigenen Outfitideen.

Wenn Ihr, als eher “heller Typ”, eh kein Fan von Schwarz seid, dann will ich Euch auch nicht davon überzeugen. Aber wenn Ihr es sowieso immer, und vielleicht mit einem eher unguten Gefühl getragen habt, dann versucht es doch einmal mit den Tipps – so wird es Euch vielleicht besser gefallen.

Gehört Ihr zur Fraktion Schwarz oder habt Ihr es auch eher verbannt oder in die Kategorie Beerdigung oder Theaterbesuch geschoben?

Ich wünsche Euch nur Gutes! Genießt das Leben!

Herzliches

12 Replies to “Warum nicht doch mal Schwarz tragen?”

  1. Astrid says: 16. Juni 2019 at 10:58

    Hallo, für mich geht schwarz immer! :-)

    1. Susanne Niermann says: 16. Juni 2019 at 21:21

      Das ist doch schön liebe Astrid! Wenn Du Dich darin wohl fühlst, passt es ja :-)
      Liebe Grüße
      Susanne

      1. Gudrun says: 16. Juni 2019 at 23:22

        Das war mal wieder sehr aufschlussreich, da ich im Beruf immer schwarz tragen muss, bin ich für jeden Tipp dankbar. Das ist nicht immer so toll, obwohl ich ein Winter Typ bin. Vielen Dank, dafür.

        1. Susanne Niermann says: 17. Juni 2019 at 13:50

          Liebe Gudrun,
          ich danke Dir herzlich für Dein Feedback! ich freu mich, wenn Du den ein oder anderen Tipp mitnehmen konntest.
          Herzliche Grüße und einen sonnigen Tag
          Susanne

  2. Birgit B. says: 16. Juni 2019 at 14:04

    Hallo,
    ich ( (71, 173, 86 kg) bin ein kalter Sommer und liebe auch schwarz, nicht nur als Hose. Bisher fühlte ich mich immer etwas krank im Gesicht, was meine Angela M.” Mundwinkel” noch verstärkten.
    Aber nachdem ich deine Fotos gesehen habe, versuches ich es jetzt mit einer engen Leggings oder Jeggings und mit einem “engen” Maxirock in Schlangenprint über einem Longpullover bzw. Tunika.
    Danke für die Inspirationen
    Birgit

    1. Susanne Niermann says: 16. Juni 2019 at 21:29

      Danke schön liebe Birgit für Dein Feedback! Ich freu mich riesig, wenn ich Dir Eine Inspirationen geben konnte.
      Ich wünsche Dir viel Spaß beim Ausprobieren und sende Dir herzliche Grüße
      Susanne

  3. Pet says: 16. Juni 2019 at 16:36

    Liebe Susanne, als ich den Titel deines Blogposts las, war ich sehr gespannt. In alten Zeiten war schwarz fast die einzige Farbe im Kleiderschrank. Man fand sonst nur ein bisschen grau oder weiß. Das hat sich im Laufe der letzten Jahre verändert. Knallige Farben gibt es immer noch nicht, aber dezent farbige Teile gibt es inzwischen viele in meinem Kleiderschrank. Wunderbar deine Tipps mein heißgeliebtes Schwarz mal anders zu kombinieren. Herzliche Grüße Pet

    1. Susanne Niermann says: 16. Juni 2019 at 21:40

      Ich danke Dir liebe Pet für Deinen Kommentar! Ja auch bei mir sind im Laufe der Zeit ein paar dezente Farben eingezogen. Wie schön, wenn nicht (mehr) alles Schwarz ist, oder? Macht doch gleich Laune, aber ab und zu ist Schwarz immer noch mal schön, oder mal cool oder mal lässig, gell?
      Viel Spaß beim mal Ausprobieren.
      Herzliche Grüße
      Susanne

      1. Silke says: 17. Juni 2019 at 9:36

        Liebe Susanne, vielen Dank für diesen super Artikel.
        Ich habe als Sommertyp meine schwarzen Anzüge und Blazer ganz hinten im Schrank, für Beerdigungen wie du so schön schreibst und bisher ist jeder Versuch sie zu zum Leben zu erwecken gescheitert. Jetzt weiß ich warum, zu starke Kontraste oder starke Farben!
        Hoch interessant fand ich auch, dass immer die dunkelste Farbe im Outfit die Proportion zurücktreten läßt. Ist eigentlich logisch, war mir aber nicht bewusst. Will ich meine Beine betonen und die Brust zurücksetzen, muß ich unten hell und oben dunkler tragen, ich hab’s (warum auch immer) umgekehrt gemacht. Jetzt werde ich meine Kombinationen mal überdenken.
        Nochmals vielen Dank für deine Anregungen und herzliche Grüße, Silke

        1. Susanne Niermann says: 17. Juni 2019 at 13:59

          Liebe Silke,
          lieben Dank für Dein tolles Feedback. Das freut mich sehr. Farben sind einfach ein sehr spannendes Thema – es lohnt sich wirklich, das mal etwas genauer anzusehen. Ich höre es so oft in meinen Beratungen, dass die oder die Farbe nicht geht (weil falscher Typ), aber das ist viel zu einfach. Stell Dir vor jeder Mensch könnte in eine der 4 Jahreszeiten einsortiert werden. Da wär die Vielfalt nicht so groß. Es gibt so viele Zwischenstufen und Möglichkeiten, dass man wirklich (fast) jede Farbe für sich tragbar machen kann. Auch den einfach Grundsatz “hell und glänzend trägt auf – dunkel und matt tritt zurück” ist, um Irrtümer zu vermeiden, in einer Beratung unbedingt zu erklären. :-)
          Ich freue mich, dass ich Dir etwas weiter helfen konnte und wünsche Dir viel Spaß beim Ausprobieren.
          Liebe Grüße
          Susanne

  4. Martina says: 17. Juni 2019 at 7:54

    Liebe Susanne, ich hasse seit ein paar Jahren schwarz! Zu trist und außerdem habe ich einen Hund mit weißen Haaren, das ist auf schwarz die Hölle!
    Bis ich Deinen neuesten Blogeintrag gelesen habe. Besonders gut gefällt mir das Foto mit der schwarzen Jacke und den Leggins, das Foto mit dem Micky-Shirt und natürlich der schwarze Jumpsuit. Einfach toll siehst Du aus. Ich fliege in 2 Wochen nach Kreta und dieses Foto am Meer hat mich so inspiriert, das ich heute mal bisschen in der Stadt stöbern gehe.
    Vielen Dank für diesen sehr inspirierenden Beitrag. Ich wünsche Dir einen schönen Montag heute!
    Ganz liebe Grüße sendet Dir Martina

    1. Susanne Niermann says: 17. Juni 2019 at 13:52

      Liebe Martina,
      ich danke Dir ganz herzlich und freu mich wirklich riesig, wenn Du ein paar Tipps daraus mitnehmen kannst. Der Overall gehört auch zu meinen Lieblingsteilen im Sommer – trotz Schwarz. gerade im Urlaub, wenn man ein bisschen mehr Farbe hat, finde ich Schwarz sehr edel.
      Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nachstellen und einen tollen Urlaub!
      Ganz liebe Grüße
      Susanne

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