Mit Leuchtfarben umgehen!

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Mit Leuchtfarben umgehen

Farben sind ein echt spannendes Thema. Leuchtfarben sind gerade ziemlich angesagt, aber wie kombiniere ich sie? Das Farbthema ist für viele Menschen eine echte Herausforderung – das zumindest stelle ich in meinen Beratungen immer wieder fest.

Wir schauen uns in einer Farbberatung nicht nur an wie warm oder kühl eine Farbe ist, sondern auch, wie viel Leuchtkraft gut zu uns passt und wie wir mit dem Themenbereich “Kontraste” umgehen. Jetzt bin ich nicht so ein Freund davon, “Verbote” auszusprechen à la: “Du darfst kein Schwarz tragen”oder “Vergiss die leuchtenden Töne”.

Für fast alle Dinge gibt es nämlich eine Lösung, wie man, so der Wunsch da ist, die entsprechende Farbe auch für seinen Farbtyp kombinieren kann.

Ich zeige es Euch einfach an meinem Beispiel: Ich bin ein Sommertyp mit einem warmen Anteil. Damit kann ich nicht so gut starke Kontraste tragen und vor allen Dingen keine leuchtenden Farben.

Kurz gesagt, bin ich eine matte Elli, denn matte Farben sind ist für mich noch wichtiger als kalte Farben.

Jetzt kommen die Leuchtfarben, die ich, laut Farbtyp, eigentlich komplett ausklammern soll.

Und mein Dickschädel, der sagt: Ach nö, jetzt hab ich aber mal Lust auf ein bisschen mehr Farbe zwischen all den matten Ton-in-Ton Kombis.

Was also tun, wenn es ein bisschen fröhlicher und dynamischer aussehen und trotzdem noch zu mir passen soll?

Leuchtfarben gekonnt einsetzen

Der erste und sicher einfachste Tipp ist: Investiert in Accessoires. Ob das farbintensive Armbändchen sind, oder eine Brosche mit einem intensiven Farbklecks, oder eine Handtasche. Probiert es aus, Ihr werdet sehen, was so ein Farbklecks schon an Schwung ins Outfit bringt. Ich habe bewusst weder das Thema Kette noch Ohrringe genannt, denn die Teile befinden sich so nah am Gesicht, dass es an der Stelle schon zu viel sein kann. Alle anderen genannten Dinge leuchten Dir erst einmal nicht direkt ins Gesicht und können folglich dort auch nicht auf Deine Ausstrahlung eingehen.

Mit Accessoires habe ich angefangen, mich dem Thema Farbe zu nähern. Wer schon länger mitliest weiß, wie sehr ich Broschen liebe :-), auch Armbändchen sind immer an meinem Handgelenk zu finden und Handtaschen setze ich ebenfalls ganz gern mal ein.

Der Einsatz von Gürteln ist eine weitere Möglichkeit, wenn Ihr sie mögt und gern Eure Taille etwas betonen möchtet, Farbe zu zeigen oder Farbe zu “dimmen”. Dieses leuchtend blaue Kleid trage ich wie ein “Überkleid” und der cognacfarbene Gürtel “dimmt” das strahlende Blau etwas herunter. Ich würde es beim nächsten Tragen bis oben zuknöpfen und noch eine braune Kette dazu kombinieren. Das würde die Farbausstrahlung noch mehr “herunterdimmen”. (Kein zusätzlicher Kontrast unter dem Gesicht)

Auch Schuhe sind eine schöne Möglichkeit ein Farbhighlight zu setzen. In diesen Bildern habe ich das Orange der Schläppchen noch einmal in der langen Kette aufgegriffen.  So schafft man einen schönen Bezug durch die entstehende Farbklammer der beiden Orangetöne.

Leuchtfarben an Hose oder Kleid

So, wenden wir uns mal den Kleidungsstücken zu. Relativ einfach ist es, Leuchtfarben an Hosen einzusetzen. Eine Hose ist weit weg vom Gesicht und wird (in der Regel) von dort auch nicht bis ins Gesicht leuchten.

Ich kombiniere meine Leuchthosen gern mit einem hellen Oberteil in “Sahneweiß”. Das ist ein leicht gebrochener, sanfter Weißton. Der steht mir zum Gesicht gut und bringt durch seine Helligkeit die Farbe der Hose schön zum Strahlen.

Aber genau so gern kombiniere ich meine roten Hosen in einem monochromen Farbverlauf. Die weite Hose kombiniere ich hier mit einem sanften und eher matten Hummerton. Auch der steht mir besser zu Gesicht, als ein leuchtendes Rot. Ich hatte Eingangs ja schon erwähnt, dass ich nicht so gut starke Kontraste tragen kann. So kombiniere ich eher Farben, die nah beieinander liegen und einen ähnlichen Lichtwert haben. Die fehlende Kontrastigkeit sorgt nämlich ebenfalls dafür, dass der gesamte Farbverlauf etwas gemildert wird und damit besser zu meinem Typ passt.

Auch ein Kleidungsstück, das durch seine Musterung und Farbzusammenstellung in sich die Leuchtkraft minimiert, ist eine schöne Möglichkeit, Farbe an die Frau zu bringen. Orange und Pink als Leuchtfarben, werden in diesem Kleid mit Weiß und Camel gebrochen. So entsteht ein “milderes” Farbbild. Die helle Jacke verstärkt diesen Effekt noch. Über diesen Link gelangt Ihr zum abgebildeten Kleid.

Leuchtfarben unter dem Gesicht

In meinem ersten Beispiel trage ich den Korallton Ton-in-Ton (ohne Kontraste), dazu kombiniere ich ein Tuch, das den Korallton als kleinen Farbtupfer enthält. Das Gesamtbild des Tuches spielt sich eher im Camel/Schwarzbereich ab. Die beiden Töne wiederum spiegel ich mit dem Schuh und mit dem Mantel zurück. So entsteht ein harmonisches Gesamtbild! Die matte helle Farbe des Mantels  nimmt auch hier der Leuchtfarbe das starke Strahlen.

Im zweiten Beispiel kommt wirklich Leuchtfarbe ins Spiel! Der neongelbe Sweater leuchtet weithin sichtbar und knallt wirklich, was das Zeug hält. Eine echte Herausforderung für so eine matte Ellie wie mich.  Was habe ich gemacht? Ich habe wieder eine “neutrale” Farbe gewählt, die die Fähigkeit hat, einen Teil der Leuchtkraft weg zu nehmen. Den hellen Camelton (die Farbe der Saison) aus meinem Mantel habe ich mit der Hose noch verstärkt, so dass die Neonfarbe von allen Seiten etwas eingedämmt wird. Der neonorangefarbene  Schnürsenkel ist die Farbklammer zum Hoodie, bzw. zur kleinen Schrift.

Natürlich leuchtet der Ton immer noch ganz ordentlich, aber der fehlende Kontrast arbeitet ein bisschen dagegen an und so mag ich (zumindest ab und zu) auch mal die extreme Leuchtkraft.

Manchmal muss es eben doch mal Farbe sein und vielleicht hilft Euch dieser kleine Ausflug in die Farbwelt ja dabei, Euch selbst mal an eine größere Portion Farbe zu wagen.

Ich hoffe,  Euch schwirrt nicht der Kopf von den ganzen Infos. Es gäbe noch so viel mehr dazu zu schreiben, aber das würde tatsächlich komplett den Rahmen sprengen. I

Ich liebe das Farbthema sehr, ist es doch immer wieder spannend und viel vielschichtiger, als man im ersten Moment denkt.

Und wie ist das bei Euch mit Leuchtfarben? Mögt Ihr sie, oder sind sie eher ein absolutes No Go? Ich freu mich über Eure Kommentare und wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Bis zur nächsten Woche.

Herzliches

Susanne Niermann Women2Style

17 Replies to “Mit Leuchtfarben umgehen!”

  1. Tina Gabriel says: 22. September 2019 at 9:16

    Liebe Susanne, Du hast mir wieder mal Mut gemacht. Meine Favoriten sind eher dunkelblau, grau und schwarz. Aber ich werde es mal „ mit Farbe“ versuchen. Danke für deine Tipps.
    Liebe sonnige Grüße aus Sachsen . Tina

    1. Susanne Niermann says: 22. September 2019 at 15:11

      Hallo Tina,
      wie schön! Das freut mich sehr. An das Farbthema musste ich mich auch erst heranarbeiten. Seitdem ich mich beruflich damit beschäftige, ist deutlich mehr Farbe in meinen Schrank gezogen – einfach, weil ich nun weiß, wie ich sie für mich am Besten kombiniere.
      Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim Farben probieren.
      Liebe Grüße
      Susanne

  2. Diana Röllig says: 22. September 2019 at 9:33

    Liebe Susanne, vielen Dank für die schönen Anregungen. Viele Outfits haben mir sehr gefallen, sie sehen einzigartig und paaen wunderbar in den Herbst.
    Viele Grüße von Diana.

    1. Susanne Niermann says: 22. September 2019 at 15:13

      Hallo liebe Diana,
      ganz lieben Dank Dir! Wie schön, dass Dir meine Farbideen gefallen. Ich hab wirklich recht lange gebraucht, bis mir Farbe an mir gefallen hat, aber seitdem ich mich beruflich damit beschäftige und genau weiß wie ich sie kombinieren muss, bin ich deutlich farbiger geworden :-).
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntagsrest
      Susanne

  3. Heike says: 22. September 2019 at 10:13

    Liebe Susanne,
    tolle Fotos und super Erklärungen! Mir gefällt Dein Stil super gut und ich kann mir sehr viele Anregungen für mich selber daraus ziehen. Richtiges Online Coaching ist das!
    Liebe Grüße u d einen schönen Donntag6
    Heike

    1. Susanne Niermann says: 22. September 2019 at 15:18

      Danke liebe Heike! Das freut mich! Besonders, wenn Du aus den Beschreibungen etwas mitnehmen kannst.
      Ganz liebe Grüsse
      Susanne

  4. Marina says: 22. September 2019 at 10:57

    Liebe Susanne, wie immer der absolute Hammer! Ich liebe Leuchtfarben und so eingesetzt, sind sie absolut tragbar. Verrate mir doch bitte mal, wo Du Deine schönen Broschen findest. Meine Suche danach war bislang nicht sehr erfolgreich. Darüber hinaus wünsche ich mir von Dir einen Beitrag zum Thema Leo- Look, ein absolutes Lieblingsmuster:-) Liebe Grüße und einen wunderschönen Sonntag wünscht Dir Marina

    1. Susanne Niermann says: 22. September 2019 at 15:26

      Liebe Marina,
      ich danke Dir für Dein tolles Feedback! Da freu ich mich.
      Manchmal denke ich, die Broschen finden eher mich. :-)Ich schaue fast nie speziell danach, sondern finde sie meistens zufällig. Häufig in kleinen feinen Schuhgeschäften, oder in kleinen Boutiquen jenseits der Filialisten. Einige witzige hat Essentiel Antwerp. Schau mal hier:

      In den nächsten Wochen gibt es tatsächlich etwas zum Leo! :-) Ein bisschen dauert es noch, ich denke Anfang November etwa…
      Ganz liebe Grüße
      Susanne

      1. Susanne Niermann says: 22. September 2019 at 15:28

        Da hat der Link nicht funktioniert. Ich versuch es noch einmal
        über diese Verknüpfung

        1. Marina says: 22. September 2019 at 22:02

          Vielen lieben Dank, Susanne!!!

          1. Susanne Niermann says: 23. September 2019 at 9:05

            Sehr gern!

  5. Pet says: 22. September 2019 at 14:18

    Liebe Susanne, wow, dass sind wieder tolle Fotos von Dir. Dir scheint alles zu stehen, was Du trägst. Wahrscheinlich hast Du auch das Händchen es genau richtig zu kombinieren. Mir sind solche Töne seit der Kindheit ein Dorn im Auge. Ich musste sie tragen, auch wenn ich mich blöd darin fühlte. Ich werde es auch nicht wieder probieren. Liebste Grüße nach Münster Pet

    1. Susanne Niermann says: 22. September 2019 at 15:32

      Hallo liebe Pet,
      ich danke Dir! Ich setze mich ja quasi täglich damit auseinander – das bringt der Beruf so mit sich :-). Es gibt übrigens fast bei jedem irgendwelche Farben, die Erinnerungen auslösen und einfach kein gutes Gefühl machen …
      Ich hoffe, Du hast Münster genossen!
      Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag für Dich
      Susanne

  6. Nadine Berg says: 23. September 2019 at 12:39

    Hallo Susanne,
    Der Beitrag ist wieder super. Ich befasse mich zwar auch mit Mode, aber mein Kleiderschrank besteht nur aus d’blau, weiss/ecru, schwarz und grau. Farbe kann ich sehr gut tragen, aber dann kommt die blöde Frage: “trage ich das dann auch öfter?”. Jetzt steht es fest, es wird ein roter oder oranger Pulli hinzu kommen.
    Vielen Dank. Nadine

    1. Susanne Niermann says: 29. September 2019 at 17:46

      Hallo liebe Nadine,
      lieben Dank für Deinen Kommentar! Ich freu mich riesig, wenn ich etwas inspirieren kann .
      Ganz liebe Grüße
      Susanne

  7. Traude "Rostrose" says: 13. Oktober 2019 at 12:50

    Hallo Susanne,
    ich bin über Sabienes Coole-Blogs-Tipps bei dir gelandet. Nachdem ich Farbe sehr mag und sie seit einigen Jahren auch verstärkt in meine Kleidung einbinde, war ich natürlich neugierig auf deine Inspirationen. Ich finde, du kannst leuchtende Farben sehr gut tragen – klasse Looks, die du da vorstellst! Und diese Sommer-Herbst-etc-Typeinteilung mag zwar eine brauchbare Krücke bei Unsicherheiten sein, aber wenn Lust auf eine bestimmte Farbe da ist, finde ich, dass wir uns von NICHTS einschränken lassen sollten ;-)))
    Herzliche Sonntagsgrüße aus Rostrosenhausen,
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2019/10/spatsommerbluten-und-fruhherbstfarben.html

    1. Susanne Niermann says: 14. Oktober 2019 at 11:03

      Hallo liebe Traue,
      ich danke Dir herzlich für das Feedback! da bin ich bei Dir – solange wir uns richtig wohl fühlen in dem was wir tragen – ist alles super! Ich finde die bekannten Einteilungen erklären uns eher, warum etwas nicht gut passt, bzw. warum wir uns manchmal in bestimmten Farben eben nicht so wohl fühlen. Ein sehr spannendes Thema und weitaus individueller, als die 4 Farbtypen. Wäre ja schade, wenn wir die Individualitäten alle glatt bügeln und auf 4 Farbtypen begrenzen würden :-))
      Ganz liebe Grüße
      Susanne

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