Aus H mach X – Das gerade geschnittene Blumenkleid

Aus H mach X – Das gerade geschnittene Blumenkleid

Heute geht es um die Körperform die wir mitbringen. In meinem frühlingshaften Blumenkleid, zeige ich Euch, wie wichtig unsere eigene Hardware, die Körperform ist. An ihr orientieren sich im besten Fall sowohl der Schnitt, als auch das Material.

Zuerst kurz in eigener Sache – aus irgendeinem Grund hat sich meine E-Mailbenachrichtigung zu jedem neuen Post aufgehängt, das heißt, am letzten Sonntag gab es leider keine E-mail, obwohl es keinen Blogpost gab. Ich hoffe, dass das Problem sich schnell beheben lässt und Ihr wieder, wie gewohnt, eine Benachrichtigung bekommt. Deshalb heute zum Test meine Mail schon am Freitag.

Jetzt zu diesem Blumenkleid. Ich habe es vor einiger Zeit als ersten Frühjahresboten erstanden und mich sofort verliebt.

Das Muster und der Persönlichkeitstyp

Das Muster passt gut zu mir, weil es nicht zu großflächig und unruhig ist und weil es etwas verspielt, aber trotzdem klar ist. Das tut meinem femininen Anteil gut.

Hier habe ich übrigens, wer mehr wissen möchte, schon einmal sehr ausführlich über Muster geschrieben.

Das Muster war also schon mal absolut passend. Der Ärmel mit seinem feminin verspielten Abschluss gefällt mir ebenfalls super (siehe femininer Aspekt). Er trägt auch nicht stark im Hüftbereich auf, da das Material des Kleides wunderbar fließend ist.

Das Material und die Körperform

Dem Material gebühren also ebenfalls Pluspunkte, die für den Kauf sprechen. Dazu gibt es den schönen Satz:

Je kurviger die Figur, desto fließender das Material!

Was jetzt nicht bedeutet, dass das Material dünn und durchscheinend sein soll, sondern eher schwer fließend (oder fallend). So kann sich der Stoff nämlich an die Körperkonturen entlang schmiegen, natürlich OHNE einzuengen (also nicht zu klein kaufen, dann hilft fließendes Material erst recht nicht). Wenn der Stoff sehr steif ist, steht er quasi über den Kurven, kann sich nicht an die kurvige Kontur schmiegen und trägt demzufolge auf.

Fließendes Material ist also auf jeden Fall etwas für eine kurvige X-Figur.

Muster, Material und Ärmel haben also laut gerufen: Kauf mich!! Jetzt kommen wir zum Schnitt – und jetzt wird’s schwierig, denn der Schnitt ist lang und gerade, ohne jede Form und Abnäher. Eindeutig ein Schnitt für eine eher gerade geformte H- Figur. Wie soll sich das schöne Material an meine X Figur schmiegen, wenn es abnäherfrei an mir herunterhängt.

Was passiert also? Es fällt von der am meisten proportionierten Stelle des Körpers angefangen gerade runter. Das ist bei mir der Busen. Das heißt, meine Taille (zumindest das, was davon noch da ist) verschwindet völlig unter dem Stoff und lässt mich breiter aussehen, als ich eigentlich bin.

So sieht es dann aus – ganz nett, aber irgendwie noch kein Hingucker. Gekauft habe ich es trotzdem, wie Ihr seht, weil man an Kleidungsstücken ja arbeiten kann, um sie sich zu Eigen zu machen. Es ist übrigens recht aktuell von Zara.

Das Kleid ist für mich und meinen Typ also kein Teil, was ich aus dem Schrank nehme und – Bähm: Passt! Ich muss es über Accessoires oder über die Aussage sanft verändern. Material, Ärmel und Muster passen ja gut, so ist das kein allzu großes Problem.

Hier noch ein Hinweis: Passt ein Muster oder eine Farbe nicht zum Gesicht, lasst lieber die Finger davon, sonst müsst Ihr ziemlich viel daran "umarbeiten" um es für Euch schön zu machen.

Zuerst verändere ich einfach den Fokus, indem ich eine rote Tasche dazu kombiniere. Das ist die einfachste Variante, so stehen die Farbigkeit der Tasche und das Muster im Fokus der Betrachtung. Dass das Kleid eigentlich einen geraden Schnitt hat, fällt gar nicht mehr so auf. Schnitt und Figur treten in den Hintergrund, denn die Musik spielt woanders – an der Tasche.

Und wie mache ich aus dem H ein X? Klar, indem ich dem gerade geschnittenen Blumenkleid mit Hilfe eines Gürtels eine Taille verpasse. Ich habe hier zur Gürteltasche gegriffen, weil ich einen einfachen Gürtel mit Schnalle zu heftig finde. Ein schmaler Gürtel, oder ein gewebter Gürtel wären aber auch super. Jetzt bekommt das Kleid eine Form und passt sich viel besser der Körperkontur an.

Und jetzt kommt meine Lieblingskombi. Jetzt sterbe ich zwar den X- figürlichen Stiltod, aber ich liebe die Aussage des femininen Kleides mit dem lässigen langen Strickmantel und den derben Boots. Ich mag Stilbrüche und die Spannung, die darin liegt.

Die Figur ist hier einfach nicht so wichtig, allerdings helfen die langen vertikalen Linien des langen Strickmantels und die schmalen Ärmel, bei der Streckung (sonst würde es nicht nur auftragen, sondern auch klein machen). Fragt allerdings mal meinen Mann, er findet es weniger schön – klar irgendwie, die meisten Männer mögen es ja lieber, wenn eine Frau auch wie eine Frau aussieht, soll heißen – Figur zeigt. :-)

Ihr seht also, manchmal ist es kein großes Problem, sich ein Kleidungsstück was nicht 100%ig passt, doch noch zu Eigen zu machen. Einfacher ist es natürlich, wenn Ihr direkt beim Einkauf schon auf die wichtigen Details wie Farbe/Kontrast/Muster/Schnitt und Material achtet und Euch das Teil von sich aus  schon schöner macht.

Schaut Euch mal im eigenen Schrank um und nehmt Eure wenig getragenen Teile unter die Lupe – bei vielen vermeintlichen Fehlkäufen, kann man noch eine Rettungsaktion starten, bevor man sie in gute Hände weiter gibt.

Ich wünsche Euch viel Spaß dabei und eine sonnige Woche.

Herzliches

6 Replies to “Aus H mach X – Das gerade geschnittene Blumenkleid”

  1. Geli (_coralie17_) says: 22. März 2019 at 21:44

    Hallo Susanne, heute hat es mit der E-Mail geklappt.. Die Farbe des Kleides ist toll, aber wäre nicht ein leichtes Abnähen in der Taille hinten auch eine Lösung, um zu etwas Figur zu kommen?
    Ich mag solche Kleider auch sehr gern, aber wenn es zu sackig fällt, hilft das sehr ;-) denn im Büro ist es durch die Sitzerei mit Gürtel oder Bauchtasche dauernd „zoppelig“?
    Lg, Angelika

    1. Susanne Niermann says: 25. März 2019 at 17:19

      Liebe Angelika,
      klar würden Abnäher auch helfen. Wenn Du sie an der richtigen Stelle anbringst, ist das kein Problem. Meine Erfahrung sagt nur, dass es nie so 100%ig sitzt wenn man anfängt daran rum zu basteln. Eine Alternative sind auch schmale Bänder an den Seitennähten anzubringen und diese locker im Rücken zu binden…
      Ganz liebe Grüße
      Susanne

  2. Pet says: 23. März 2019 at 15:24

    Liebe Susanne, sehr schönes Kleid. Ich würde es auch mit langer Jacke tragen. Das mache ich ganz oft. Mag ich sehr, gerade jetzt wenn es etwas wärmer wird. Kleidchen an, Jacke drüber, fertig und noch warm genug angezogen. Boots zu Rock oder Kleid finde ich klasse. Macht einen Look etwas besonders. Ich finde immer, wenn wir uns wohlfühlen im Outfit dann strahlt das Outfit das auch aus, egal was wir tragen. Bei Dir sieht man das wunderbar. Liebe Grüße Pet
    PS: leider bin ich am 04.05. in Urlaub. Sehr schade.

    1. Susanne Niermann says: 25. März 2019 at 17:06

      Danke liebe Pet,
      das freut mich sehr :-)
      Wir haben am Freitag, 17.5. ab 14 Uhr noch einen weiteren Workshop.:-)
      LG
      Susanne

  3. Eva says: 25. März 2019 at 8:31

    Liebe Susanna! Kann ich fragen, wie groß das Kleid ist? M? L?

    1. Susanne Niermann says: 25. März 2019 at 17:04

      Hallo Eva,
      ich habe Größe L gekauft. Aber nur, weil es in M nicht mehr da war :-).
      Fällt nicht riesig aus, M hätte aber sicher gepasst!
      Liebe Grüße
      Susanne

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