Kleine Brötchen backen – selbst ist die Frau!

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Kleine Brötchen backen – selbst ist die Frau!

Heute gibt’s mal keinen Fashionpost  – heute geht’s um Brötchen. Und zwar um selbst gebackene. Da ich Gluten nicht so gut vertrage, versuche ich möglichst darauf zu verzichten. Meistens gelingt mir das auch ganz gut und ich esse und backe mich so durch die glutenfreien Rezepte.

Wenn man sich ein bisschen mit Gluten beschäftigt weiß man, dass die Konzentration von FODMAPS (das sind Zucker. Die können bei empfindlichen Personen zu Reizdarmsymptomen führen, da sie im Dünndarm nicht ausreichend abgebaut werden können) bei kurzer “Gehzeit” nach ca. 1 Stunde sehr hoch ist und abnimmt je länger der Teig gehen darf. Darauf hat mich meine Schwägerin aufmerksam gemacht, die für mich, zu den allerbesten Bäckerinnen überhaupt gehört. Sie backt unglaublich gutes Brot aller Art, kennt sich richtig aus und hat schon seit Jahren kein fertiges Brot mehr gekauft.

So richtig super schmecken die glutenfreien Varianten ja auch nicht die man so kaufen kann. Auch wenn es inzwischen ganz gute Brote gibt. Also versuche ich immer mal wieder die wunderbaren Brote/Brötchen meiner Schwägerin. Sie backt nicht glutenfrei, aber durch die langen “Gehzeiten” ist der FODMAP-Gehalt Ihrer Brote und Brötchen recht niedrig.  Und tatsächlich – ich vertrage Ihr Brot auf jeden Fall viel besser! Damit hat sich die Vielfalt für meine leichte Unverträglichkeit wieder deutlich erhöht.

Letzte Woche habe ich eine neue Brötchensorte von ihr geschenkt bekommen nebst Rezept! Und da die Brötchen unglaublich lecker sind, bekommt Ihr heute das Rezept von mir.

Zutaten Dinkelvollkorn Brötchen:

  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 2 g Hefe
  • 2 g Sauerteig (wenn Ihr habt, sonst einfach weg lassen)
  • 6 g Salz
  • 115 g Wasser
  • 10 g Butter
  • 1 Eigelb
  • 60 g Orangensaft (frisch gepresst, wenn möglich)
  • 5 g Honig

Teig bereiten:

Alle Zutaten mit den Knethaken verrühren bis sich der Teig vom Schüsselboden löst. Das dauert ungefähr 5 Minuten. Den fertigen Teig abgedeckt, bei Raumtemperatur über Nacht stehen und gehen lassen.

Am nächsten Morgen auf der nassen Arbeitsfläche, mit nassen Händen den Teig ein paar Mal vorsichtig in die Länge ziehen (damit Ihr nicht die ganze Luft wieder heraus knetet) und falten. So, als würdet Ihr einen Briefumschlag falten.

Den Teig anschließend in 4 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück in die feuchten Hände nehmen und “krempeln”. Stellt Euch vor Ihr krempelt eine Socke um. So ähnlich krempelt Ihr auch den Teig, sodass er etwas auf Spannung kommt. Sobalt die Spannung stimmt das Teilstück in der Hand etwas in die Länge “ziehen”, sodass eine Stange entsteht. Mit allen 4 Stücken so verfahren. Dann die 4 Stangen am Besten schon auf ein Backpapier legen, mit Saaten nach Geschmack bestreuen, abdecken und 45 – 60 Minuten ruhen lassen.

Damit Ihr Euch die Zubereitung besser vorstellen könnt, gibt es an dieser Stelle ein kleines Video:

Den Ofen inklusive Backblech auf 250 Grad vorheizen. Dann die 4 Brötchen vorsichtig auf das heiße Backblech bugsieren. Das geht mit dem Backpapier ganz gut. Zusammen mit den Brötchen ein kleines Glas heißes Wasser unten in die Fettfangschale gießen und die Ofentür schnell schließen. So entstehen ein paar Schwaden im Ofen und die Brötchen werden schön fluffig. Die Tür auf keinen Fall zwischendurch öffnen, damit die Schwaden auch drin bleiben.

Jetzt müsst Ihr in der Nähe des Ofens bleiben, denn Ihr solltet die Temperatur herunterregeln:

  • 250 Grad – 3 Minuten
  • 220 Grad – 7 Minuten
  • 200 Grad – 10 Minuten
  • 200 Grad mit offener Ofentür (Kochlöffel dazwischen klemmen o.ä.) – 3-5 Minuten

Fertig sind die Brötchen! Ich verspreche Euch – sie sind superlecker!

Wenn Ihr lieber helle Brötchen mögt, könnt Ihr aus dem Teig auch helle Ciabatta Brötchen oder ein ganzes helles Dinkel Ciabatta machen:

Es gibt nur leichte Änderungen in der Zutatenliste.

Zutaten Ciabatta Brötchen, Ciabatta:

  • 250 g Dinkelmehl Typ 630
  • 2 g Hefe
  • 2 g Sauerteig (wenn Ihr habt, sonst einfach weg lassen)
  • 6 g Salz
  • 100 g Wasser
  • 10 g Olivenöl
  • 1 Eigelb
  • 40 g Orangensaft (frisch gepresst, wenn möglich)
  • 5 g Honig

Teig bereiten:

Siehe oben:Ihr könnt den Teig am Ende des Knetens auch z.B. mit einer Handvoll gerösteter Sonnenblumenkerne oder Ähnlichem bereichern.

Backen:

Ciabatta Brötchen: siehe oben

Ciabatta:5 Minuten länger im Ofen lassen

Davon habe ich leider noch keine Bilder, werde die Variante aber auf jeden Fall nächstes Wochenende mal ausprobieren.

Wer übrigens lieber komplett glutenfrei isst, für den habe ich schon mal ein Rezept vom Wunderbrot gepostet.

Ich bin gespannt, was Ihr berichtet. Backt Ihr auch schon mal und habt Ihr Euch bereits an Brot heran getraut? Ich liebe es wirklich eigenes Brot zu backen und freue mich jedes Mal, wenn ich wieder ein Rezept bekomme oder einfach Kirsten’s Brot essen darf.

Danke an dieser Stelle liebe Kirsten, dass ich Dein Rezept hier verwenden und weiter geben darf!

Und Euch wünsche ich einen schönen Sonntag. Genießt den letzten Tag des langen Wochenendes.

Herzliches

 

6 Replies to “Kleine Brötchen backen – selbst ist die Frau!”

  1. Angelika Dörr says: 23. Juni 2019 at 9:11

    Hallo, wichtiger Hinweis zu ihrem Brötchen Rezept: Dinkelmehl ist nicht glutenfrei!!!!

    1. Susanne Niermann says: 23. Juni 2019 at 10:29

      Liebe Angelika,
      das weiß ich, es sind ja auch keine glutenfreien Brötchen. Aber durch die lange Gehzeit, wird eine große Menge des Glutens abgebaut, deshalb sind sie, für mich mit einer leichten Unverträglichkeit, gut verträglich.
      Danke Dir trotzdem für den Hinweis.
      Liebe Grüße
      Susanne

  2. Pet says: 23. Juni 2019 at 15:29

    Liebe Susanne, das probiere ich auf jeden Fall. Hört sich super lecker an. Ich vertrage zum Beispiel Hefeteig prima, wenn er im Keller übernachten und sich dort in Ruhe entfalten kann. Ich habe festgestellt, dass die Wechseljahre auch Zeit für neue Allergien und Unverträglichkeiten sind. Ich wünsche Dir einen wunderbaren Sonntag Pet

    1. Susanne Niermann says: 24. Juni 2019 at 14:04

      Hallo liebe Pet,
      ja das kenne ich auch, der Körper ist einfach im Umbruch… Probier sie mal aus, sie sind recht unkompliziert und viel besser verträglich. (Zumindest für mich und meinen Bauch).
      Ganz liebe Grüße und eine sonnige Woche
      Susanne

  3. christine says: 23. Juni 2019 at 22:12

    Mensch, das klingt gut und sieht soooooooooo lecker aus. Obwohl ich das Backen nicht in die Wiege bekommen habe, werde ich das Rezept einmal ausprobieren. Danke auch für das liebevolle Video, jetzt kann man sich die Falterei gut vorstellen :-)))

    1. Susanne Niermann says: 24. Juni 2019 at 14:02

      Danke liebe Christine,
      ja versuch es auf jeden Fall mal. Sie schmecken super und sind wirklich recht unkompliziert.
      Liebe Grüße
      Susanne

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